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Wer die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges plant, steht vor der
Entscheidung, die Finanzierung per Leasing oder über einen Kredit zu
realisieren. Die Arbeitskammer hat dazu diverse Finanzierungsnagebote unter die
Lupe genommen und festgestellt, dass eine Leasing- Finanzierung dem Verbraucher
häufig teurer zu stehen kommt, als die Finanzierung über einen Ratenkredit. Des
Weiteren seien Leasingangebote aufgrund ihrer Unvollständigkeit und
fehlerhaften Angaben zum Gesamtbetrag häufig mangelhaft. Dabei beruft sich die Arbeitskammer
auf eine aktuelle Untersuchung von Autohändlern, die vom Verein für
Konsumenteninformationen durchgeführt wurde.
Im Detail wird die Berechnung des Effektivzinses bemängelt, die
nicht alle Nebenkosten enthalten würde. Laut Gesetz müsse nämlich unter anderem
auch die Vollkaskoversicherung berücksichtigt werden. Keiner der untersuchten
Autohändler habe diese Kosten bei der Ermittlung des Jahreszinssatzes
angerechnet.
Die Zahlen betrachtet, macht sich diese Vernachlässigung schnell
bemerkbar. Unter Berücksichtigung der Vollkaskoversicherung schnellen die
Zinssätze schnell auf 7,55 bis 23,4 Prozent. Im Gegensatz dazu liegen die
günstigsten Zinssätze der Privatkredite im Schnitt bei 4,6 Prozent. Demnach
sind Leasingangebote teurer als ein Autokredit.
Da die Finanzierungsangebote häufig Lücken aufwiesen, sei laut
Arbeitskammer ein Kostenvergleich der Kreditkonditionen schlicht unmöglich. Nicht in einem Fall wurde
den Undercover-Interessenten ein Informationsblatt ausgehändigt, welches laut
Verbraucherkreditrichtlinie vorgeschrieben ist. Dieses Infoblatt muss Angaben
zu Kosten, Zinsen und weitere Eckpunkte der Finanzierung enthalten. Somit fordert
die Arbeitskammer ausdrücklich die Aushändigung der Standartinformationen
gleich im ersten Beratungsgespräch.