Donnerstag, 27. September 2012

Autofinanzierung: LEASING oder KREDIT?


© Thorben Wengert / PIXELIO
Wer die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges plant, steht vor der Entscheidung, die Finanzierung per Leasing oder über einen Kredit zu realisieren. Die Arbeitskammer hat dazu diverse Finanzierungsnagebote unter die Lupe genommen und festgestellt, dass eine Leasing- Finanzierung dem Verbraucher häufig teurer zu stehen kommt, als die Finanzierung über einen Ratenkredit. Des Weiteren seien Leasingangebote aufgrund ihrer Unvollständigkeit und fehlerhaften Angaben zum Gesamtbetrag häufig mangelhaft. Dabei beruft sich die Arbeitskammer auf eine aktuelle Untersuchung von Autohändlern, die vom Verein für Konsumenteninformationen durchgeführt wurde.

Im Detail wird die Berechnung des Effektivzinses bemängelt, die nicht alle Nebenkosten enthalten würde. Laut Gesetz müsse nämlich unter anderem auch die Vollkaskoversicherung berücksichtigt werden. Keiner der untersuchten Autohändler habe diese Kosten bei der Ermittlung des Jahreszinssatzes angerechnet.
Die Zahlen betrachtet, macht sich diese Vernachlässigung schnell bemerkbar. Unter Berücksichtigung der Vollkaskoversicherung schnellen die Zinssätze schnell auf 7,55 bis 23,4 Prozent. Im Gegensatz dazu liegen die günstigsten Zinssätze der Privatkredite im Schnitt bei 4,6 Prozent. Demnach sind Leasingangebote teurer als ein Autokredit.

Da die Finanzierungsangebote häufig Lücken aufwiesen, sei laut Arbeitskammer ein Kostenvergleich der Kreditkonditionen schlicht unmöglich. Nicht in einem Fall wurde den Undercover-Interessenten ein Informationsblatt ausgehändigt, welches laut Verbraucherkreditrichtlinie vorgeschrieben ist. Dieses Infoblatt muss Angaben zu Kosten, Zinsen und weitere Eckpunkte der Finanzierung enthalten. Somit fordert die Arbeitskammer ausdrücklich die Aushändigung der Standartinformationen gleich im ersten Beratungsgespräch.